{"title":"Wildbret predigen und Backhenderl essen.","metaTitle":"Wildbret predigen und Backhenderl essen. – Ursula*Riegler","date":"20-02-2026","tags":"urs.divers","aufmacherbild":[{"description":null,"caption":"","link":null,"classes":null,"width":1600,"height":1200,"url":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-1600x1600.jpg","url_1400":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-1400x1400.jpg","url_1200":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-1200x1200.jpg","url_1000":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-1000x1000.jpg","url_800":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-800x800.jpg","url_600":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-600x600.jpg","url_400":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-400x400.jpg","url_200":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-200x200.jpg","url_thumb":"https://www.ursulariegler.at/media/pages/journal/wildbret-predigen-und-backhenderl-essen/18955e711d-1771581121/jagd-podium-200x150.jpg","alt":null}],"intro":"<p>Eine Podiumsdiskussion, die sich mit den Herausforderungen der Jagd in einer modernen Gesellschaft beschäftigt. Auf der Jagd-Messe schlechthin. Die in ihrem eigenen Gastrobereich kein einziges Wildbret-Gericht anbietet. Wie sag ichs ihnen?</p>","description":"<p>Eine Podiumsdiskussion, die sich mit den Herausforderungen der Jagd in einer modernen Gesellschaft beschäftigt. Auf der Jagd-Messe schlechthin. Die in ihrem eigenen Gastrobereich kein einziges Wildbret-Gericht anbietet. Wie sag ichs ihnen?</p>","text":"<p>80 Prozent der Befragten einer Studie der <a href=\"https://www.jagd-oesterreich.at\">Jagd &Ouml;sterreich</a> sehen Wildbret positiv. Umso überraschender, dass im \"Fest-Revier\" der renommiertesten internationalen Jagdmesse <a href=\"https://www.hohejagd.at/de/besuch/programm/jagd/\">&quot;Hohe Jagd&quot;</a> auf der Speisekarte kein einziges Gericht mit Wildbret steht. Noch beachtlicher, als wohl 99% der Besucher:innen praktizierende Jäger:innen sind. Ohne Wildbret-Jause sind wir dann in das letzte Panel des Tages im \"Impuls-Revier\" gestartet. Moderiert von Martin Grasberger, dem langjährigen Chefredakteur des \"Weidwerk\" haben Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof, Journalist Thomas Weber, Jagd Österreich-Geschäftsführer Lutz Molter und ich versucht, Antworten auf die großen Fragen aus dem Generalthema \"Die Jagd in der modernen Gesellschaft: Image, Kommunikation, Herausforderungen\" zu formulieren. Und ich meine das ist nicht so schlecht gelungen. Warum? Weil es vor allem eine tatsächliche Diskussion war, die wir - teils durchaus kontroversiell - geführt haben. Zunehmend eine Seltenheit auf Bühnen, die sich in langweiligen, vorab abgestimmten Aneinanderreihungen von Monologen, selten unterbrochen durch mutige Moderator:innen, verlieren.</p>\n<p>Zurück zum Thema. Ich halte ja die wahrgenommene \"ausgeprägte\" Kritik an der Jagd für völlig falsch eingeschätzt, weil ich überzeugt bin, dass einem Großteil der Menschen in Österreich die Jagd eher egal ist. Die Kritik einzelner Personen oder auch Organisationen, die Jagd grundsätzlich ablehnen, wird genommen und mehr oder weniger gekränkt einer viel größeren Gruppe an Personen angelastet. Gepaart mit teils großer Einfallslosigkeit und mangelndem strategischen Kommunikationshandwerk, was das Verstehen von Zielgruppen, relevanten Öffentlichkeiten oder relevanten Kommunikationskanälen betrifft, verliert man sich in Wehklagen, dass in Wirklichkeit einem Bruchteil der Öffentlichkeit gilt. Anstelle die aufgewendete Energie und Empörung dem zu widmen, was Erfolg versprechen würde. Relevante \"Kontaktpersonen\", wie sie der Thomas Weber benannt hat, zu identifizieren, diese zu stärken, ihre Botschafter-Rolle zu definieren. Und all jene zu gewinnen, die ein kleines oder größeres grundsätzliches Interesse an unterschiedlichsten Aspekten der Jagd mitbringen. Wie etwa dem Bezug oder Genuss von Wildbret, ohne selbst die Jagd auszuüben. Oder auch dem starken Trend des \"in der Natur sein\", dem Wissen über Wild und Wald, und und und. Unzählige Einfallstore, gleich mehrere empty nets gleichzeitig, quasi. </p>\n<p>Natürlich nur dann zu verwerten, wenn man auch einmal selbstkritisch reflektiert, ob man in der Jagd nicht teils sehr exklusiv im Sinne des Ausschließenden agiert, spricht, auftritt. Und die Erwartungshaltung, dass Laien Interesse an komplexen wildökologischen Zusammenhängen mitbringen müssten, halt vielleicht auch ein wenig unverhältnismäßig ist. </p>\n<p>Nachzuholen gibt es unsere Gedanken dazu in Kürze bei <a href=\"https://pod.link/1716935572\">ESSENziell - was auf den Teller kommt</a>. Wie gewohnt auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu hören.</p>\n<p>Bild: Fabian Waechter</p>","swiper":[]}